über uns

Rastow liegt ca. 20 km südlich der Mecklenburg- Vorpommerschen Landeshauptstadt Schwerin, hat 1901 Einwohner (Stand 31.12.2014) und eine Fläche von 5.167 Hektar. Die Gemeinde gehört zum Landkreis Ludwigslust- Parchim. Sie grenzt im Süden an die waldreiche Griese Gegend und im Osten die weiten Wiesen und Fischteiche der Lewitz.

Die verkehrstechnischen Anbindungen sind mit der L72 (früher B106) und dem Autobahnkreuz A24 / A14 in direkter Nachbarschaft optimal. Über die Bahnstation in Rastow haben wir einen Anschluss an die Zugverbindung Berlin- Schwerin.

Die Gemeinde Rastow besteht aus den Ortsteilen Rastow mit Pulverhof ( seit 1973), Kraak (seit 1973) und Fahrbinde (seit 2005). Im Gemeindewappen findet sich das Johanniterkreuz als Hinweis für den ehemaligen Sitz eines Komturats in Kraak. Die beiden Geweihstangen weisen auf die wald- und wildreiche Gegend und die Ortsteile hin. Die Farben Rot und Gold sind die der Grafschaft Schwerin.

Kraak

Kraak wurde als „Haufendorf mit Hof“ angesiedelt. Die urkundliche Erwähnung von Kraak datiert vom 23. Juni 1227. Der Ort war Sitz eines Komturs des Johanniterordens. In der „Beschreibung der Ämter“ des Bertram Christian von Hoinckhusen ( um 1700 ) finden sich Hinweise, demnach es in Kraak einen landesherrlichen Hof gab und dorthin die Dörfer Kraak, Hoort und Moraas dienten. Erwähnung finden die Kraaker Kornmühle (mit 2 Gängen) sowie eine Pulvermühle bei Kraak. Ein Vergleich mit der Karte von Hoinckhusen läßt erahnen, dass sich die Pulvermühle in Nähe des heutigen Ortsteils Pulverhof befand. Ein Jagdhaus und Jagden gab es ebenfalls in Kraak.
Heute ist das Dorf ein Wohnort mit landwirtschaftlich geprägtem Charakter der ca. 400 Einwohner idyllisch beheimatet.
Die ev.- luth. Kirche zählt zu den Kraaker Sehenswürdigkeiten, ebenso die Kraaker Fischtreppen und der Forsthof Kraaker Mühle. Im Sommer wird der Badesee gerne als Erholungsmöglichkeit genutzt, im Winter manchmal auch.
Das gesellschaftliche Leben im Dorf wird bei Veranstaltungen von der Freiwilligen Feuerwehr und dem Kraaker Kultur- und Heimatverein organisiert. Dabei haben sich besonders das Schlauchturmfest und die Feuer im Januar und im Herbst etabliert. Unterstützt werden sie dabei von der Ortsteilvertretung, die mit mit ihren Mitgliedern die Einwohnerinteressen im Gemeinderat vertritt.

Rastow

Ursprünglich wurde Rastow als „Sackplatzdorf“ angelegt und hat sich bis heute zu einem großzügig angelegten Straßendorf mit ca. 1200 Einwohnern entwickelt. Die landwirtschaftlichen Betriebe wurden bewahrt.
Rastow ist ein Wohnort mit Dienstleistungsfunktion für die beiden benachbarten Ortsteile. Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Friseur usw. bilden das Ortszentrum.
Im Jahr 2002 feierte Rastow die urkundliche Ersterwähnung vor 775 Jahren.
Als Sehenswürdigkeit gilt das Kriegerdenkmal. Im Gemeindehaus findet man den Verein Dunkelkammer e.V. , dereine Dauerausstellung zum Thema Fototechnik pflegt und ständig erweitert. Außerdem verwaltet er die Fotografien des bekannten Hamburger Fotografen Hans Hartz (1902-1971), dessen Familie von 1943-1949 in Rastow lebte.
Anziehungspunkte sind in Rastow die kulturellen Veranstaltungen der Volkssolidarität und des weithin bekannten Rastower Chores.
Politisches Zentrum ist der Gemeinderat mit seinen Ortsteilvertretungen, dessen Sitzungen regelmäßig im Gemeindehaus stattfinden.

Fahrbinde

Ursprünglich ein „Rundling“ hat sich Fahrbinde zum „Platzdorf“ entwickelt, wobei der Ortskern zu den Sehenswürdigkeiten gehört. Die alten Bauernhäuser gehören zu den schönsten in unserer Gegend. Der Ort wurde 1333 erstmals urkundlich erwähnt.
Heute ist Fahrbinde ein Wohnort mit Landwirtschaft und Gewerbeansiedlungen. Die Nähe zur Autobahn sichert hier Standortvorteile.
Die „Stillfriedstube“ erinnert an den plattdeutschen Dichter Felix Stillfried (1851-1910), alias Adolf Brandt, der in Fahrbinde geboren wurde.
Der Heimatverein des Dorfes und die Freiwillige Feuerwehr bilden mit Ihren Veranstaltungen den gesellschaftlichen Mittelpunkt des Dorfes. Sie organisieren alljährlich im September das traditionelle Erntefest der Gemeinde Rastow. Die ca. 400 Fahrbinder sind mit Ihren Mitgliedern im Rastower Gemeinderat vertreten.

Gemeindevertretung Rastow

vorne von links: Michael Dall (zurückgetreten; Nachfolger: Klaus Dieter Witt), Ute Bachmann, Bürgermeister Ralf Egbert Scharlaug, Detlef Glaba, Jana Güsmer-Pollin (zurückgetreten)
hinten von links: Markus Freiberg, Christian Karp, Michael Worreschk, Georg Linford, Matthias Fiedelmann, Benjamin Hoff, Thomas Karnatz (zurückgetreten; Nachfolger: Holger Düwel), Falk Hausmann

Geschichte der Gemeinde Rastow

23. Juni 1227

Ersterwähnung Rastows (Radestowe) in einer Überlassungsurkunde von Moraas an den Johanniter-Ritter-Orden als ein an Moraas angrenzendes Dorf

1275

Im „Mühlenstreit“ der Johanniter mit den Brüdern des Klosters Reinfeld kam erstmals der Name „Crake“ vor, jedoch mehr auf die Mühle als auf die Ortschaft bezogen.

ca. 1300-1310

Umzug der Johanniter von Sülstorf nach Kraak

1315

In der „Leibgedingeverschreibung“ verspricht Rudolf, Herzog von Sachsen, seine Schwester Anna dem Fürsten Heinrich von Mecklenburg zur Gemahlin. Die Urkunde wurde in mittelniederdeutsch bei Kraak (bi Crak) aufgesetzt. Sie gilt als Ersterwähnung der Ortschaft Kraak.

1333

erste urkundliche Erwähnung Fahrbindes

1552

Belehnung Friedrich Spedts mit der Komturei Kraak

1556

erstmals wird in Kraak ein Erbkrug „jenseits der Brugken“ erwähnt

1562

Ablösung des Eigentums Friedrich Spedts mit 4.000 Talern, Komturei wird dominaler Grundbesitz, seitdem als Hof oder Bauhof in Pacht vergeben; Nutzung des Komturatsgebäudes als herzogliches „Lustschloss“

1618

Erste Erwähnung eines „Schulmeisters“ in Kraak

1648

Ende des Dreißigjährigen Krieges,
seit 1618 wurde die Bevölkerung unserer Dörfer bedeutend dezimiert und die Wirtschaft befand sich im Niedergang.

1670

Aus den wüst gefallenen Höfen Rastows wird „Hof Rastow“, der seitdem vom Herzog, später Großherzog, in Zeitpacht vergeben wird.

1703-1708

Herzog Friedrich Wilhelm lässt in Kraak für 40.000 Taler ein neues Jagdschloss bauen.

1733

Gefecht bei Kraak zwischen Herzog Karl- Leopold und den Reichsexekutionstruppen, bei dem das „Neue Schloß“ beträchtlich in Mitleidenschaft gezogen wurde.

1754-1758

Entstehen erster Büdnereien

1768

nachweislich erster Kartoffelanbau in Rastow

1775

Ende des Jahrmarktes am Tage Petri und Pauli in Kraak

1814

Entstehen weiterer Büdnereien in Rastow

1835

„Bauhof“ Kraak wurde nach 273 Jahren Betrieb zugunsten bäuerlicher Wirtschaften aufgelöst

1847

Beginn der Besiedlung mit Häuslereien

1863

erste Schmiede in Rastow

1864

Hof Rastow wird nach 194 Jahren Betriebszeit aufgelöst, sechs bäuerliche Höfe entstehen daraus

1889

Inbetriebnahme des Bahnhofs Rastow

1901

Inbetriebnahme der Poststation Rastow

1905

Gründung der Genossenschaftsmolkerei mit 90 Mitgliedern

1914-1918

Erster Weltkrieg

1920

Inbetriebnahme des Schalthauses Rastow

1936-1945

Bau und Betrieb der 9. Luftwaffenmunitionsanstalt Pulverhof

1933

Machtübernahme der Nationalsozialisten

1939

Beginn 2. Weltkrieg

17. April 1945

Explosion eines Munitionszuges bei Pulverhof nach Beschuss

02.-31. Mai 1945

Amerikanische Besetzung

08. Mai 1945

bedingungslose Kapitulation Nazideutschlands, Ende des 2.Weltkrieges

31.Mai-30. Juni 1945

Englische Besetzung

ab 30. Juni 1945

Sowjetische Besetzung

März 1953

Gründung der LPG „Vorwärts“

1965

Gründung der „Zwischenbetrieblichen Bauorganisation“(ZBO) aus der Baubrigade der LPG

1970

Kraak und Rastow mit dem Ortsteil Pulverhof werden verwaltungsmäßig und politisch eine Gemeinde

1975-1976

Straßen- und Gehwegebau, Straßenbeleuchtung

1976

Schulneubau

23. Juni 1978

Rastow feiert sein 750-jähriges Jubiläum

1984

Bau der Schulsporthalle

1985

Anschluss an das zentrale Trinkwassernetz

1988

Übergabe des LEZ (Ländliches Einkaufszentrum)

1989-1990

Politische Wende, Vollendung der Einheit Deutschlands

1992

Abzug der sowjetischen Truppen aus Deutschland, speziell der in Rastow am Lehmberg stationierten Einheit

1994

Bebauung der Wohngebiete „Am Kraaker Mühlenbach“ Rastow und „Am Streubach“ Kraak sowie umfangreiche Lückenbebauung

13. November, 2000

Wappenbriefübergabe an die Gemeinde Rastow

2005

Fahrbinde schließt sich der Gemeinde Rastow an